H. Schelsky und die nivellierte Mittelstandsgesellschaft – Definition, These, Kritik & Modifizierung

Der wirtschaftliche Aufschwung nach Gründung der Bundesrepublik ließ die Konsum-Möglichkeiten in allen Bereichen des materiellen Lebens schnell und dauerhaft zunehmen – ein zentrales Erlebnis aller Gesellschaftsschichten. Lebensstandard und materieller Wohlstand stiegen spürbar an. Schelsky – ein bedeutender Soziologe der Nachrkriegszeit – leitete daraus die „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“ ab, die weitgehende Egalisierung der Gesellschafts-Schichten. Bald sah sich Schelsky massiver Kritik ausgesetzt und musste seine These modifizieren.

Fritz Bauer – die Biografie eines aufrechten Deutschen

Auschwitz ist heute ein Symbol für den Holocaust, den Massenmord an Millionen Europäischer Juden sowie verschiedenen Minderheiten geworden. Dass Auschwitz heute so bekannt und der Holocaust tief im Bewusstsein der Menschen verankert ist, verdankt die Welt zu einem beachtlichen Teil dem Juristen Fritz Bauer. Er setzte sich stark für die juristische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen ein, sorgte dafür, dass das Landgericht Frankfurt am Main die Zuständigkeit für die im Konzentrationslager Auschwitz begangenen Verbrechen erhielt und war als hessischer Generalstaatsanwalt an den berühmten Auschwitz-Prozessen unmittelbar beteiligt. Doch wer war der Mensch Fritz Bauer? Was trieb ihn an in seinen unermüdlichen Bestrebungen? Und was hielt die zeitgenössische Justiz von dem Engagement des Generalstaatsanwalts? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich unser neuster Beitrag auf geschichte-lernen.net.

Anne Frank – ein Name, der traurige Berühmtheit erlangte.

Anne Frank – ein Name, der traurige Berühmtheit erlangte. Er steht für undenkbares Leiden und den millionenfachen Mord an den Juden durch die Deutschen zur Zeit der Machtausübung des NS-Regimes. In den sieben Vernichtungs- und 1.000 Konzentrationslagern nahmen die Nazis ihren Opfern nicht nur das Leben und ihre Würde, sondern nicht zuletzt auch ihre Identität. Obwohl man in den letzten Jahren und Jahrzehnten unermüdlich versuchte, die Identität der Opfer vollends aufzuschlüsseln, bleiben viele der Ermordeten nach wie vor anonym. Anders ist dies bei Anne Frank, die der Shoah (nationalsozialistischer Völkermord) bis heute ein Gesicht verleiht.

Die NATO und ihre Geschichte – Die North Atlantic Treaty Organization

Bei der NATO (engl. North Atlantic Treaty Organization) handelt es sich um einen Zusammenschluss von 28 nordamerikanischen und europäischen Staaten. Gemäß dem Selbstverständnis handelt es sich um ein Bündnis, „um die Freiheit und die Sicherheit ihrer Mitglieder durch politische und militärische Maßnahmen zu schützen.“ Laut eigener Aussage fördert das Bündnis und deren verschiedene Organisationen demokratische Werte und vertrauensbildende Maßnahmen, um militärischen und politischen Konflikten überall auf der Welt vorzubeugen.

„Trümmerfrauen“ Ein gründlich widerlegter Mythos! Oder doch nicht?

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Deutschland unter rund 400 Millionen Kubikmeter Schutt begraben, fast 4 Millionen Wohnungen waren zerstört, wie auch Österreich. Da viele Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren, befreiten (angeblich) die zu Hause gebliebenen Frauen aufopferungsvoll die zerbombten Großstädte vom Kriegsschutt: Heute landläufig unter dem Begriff „Trümmerfrau“ bekannt. Doch das Bild der selbstlos zupackenden „Trümmerfrau“ hat Risse bekommen, der Mythos durch neuere Forschungsergebnisse in Frage gestellt.

Geschichte von Guantanamo Bay: Vom Vorposten des Kalten Krieges zum Gefangenenlager

Guantanamo Bay in Kuba kann auf eine wechselreiche Geschichte zurückblicken. Das 2002 in aller Eile von der Regierung George W. Bush aufgebaute Strafgefangenenlager im Zuge des „Kampfes gegen den Terror“ nach den Anschlägen von 9/11 ist heute zum internationalen Streitpunkt geworden, der für Folter und Menschenverachtung steht, ein rechtsfreier Raum. Heute sind in der Guantanamo Bay Naval Base immer noch 9.000 US-Soldaten stationiert. Daneben ist die Basis das zweitgrößte Minenfeld der Welt und Ort eines berüchtigten Strafgefangenenlagers.

Die Entstehung des Staates Israel mit Vorgeschichte und Rolle des Zionismus

Der Nahostkonflikt: Ein blutiger Kampf um die Region Palästina seit Mitte des 20. Jahrhunderts mit acht Kriegen und unzähligen Attacken beider Seiten. Aber was sind die historischen Ursachen für den Nahostkonflikt und den Kampf um Palestina, der die Region seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe kommen lässt? Weiterhin wird der Ursprung des Zionismus, der israelischen Nationalbewegung, behandelt, samt Definition und Erläuterung des Begriffs. Wie kam es zu der Idee, einen Staat Israel zu gründen? Welche Vorgeschichte ging der israelischen Staatsgründung voraus?

Das Warschauer Ghetto und Oneg Shabbat – Einrichtung, Aufstand und Auflösung

Über 500 Ghettos errichteten die Nazis in von ihnen besetzten Gebieten, das mit Abstand größte davon entstand in der polnischen Hauptstadt Warschau. Dank einer wissenschaftlich arbeitenden Untergrund-Gruppe „Oneg Shabbat“ wissen wir heute viel über Leben und Alltag der Ghetto-Bewohner. Lesen Sie vom Warschauer Ghetto, mit einem Schwerpunkt auf Widerstand und „Oneg Shabbat“: Von der Errichtung, den Veränderungen ab 1942, vom Wandel im Aufgabenfeld von „Oneg Shabbat“ bis hin zum Aufstand und der endgültigen Auflösung.

Emanzipation im 19. Jahrhundert – Louise Otto-Peters und ihre „Frauen-Zeitung“

Die „Frauen-Zeitung“, redigiert von Louise Otto-Peters, erschien erstmals am 21. April 1849. Durch sie erhielten Frauen in den deutschen Staaten ein Sprachrohr für ihre politischen und privaten Forderungen, Wünsche und Sehnsüchte. Otto-Peters konnte sich über eine rege Anteilnahme freuen. Viele Leserbriefe und Beiträge wurden ihr zugesandt und geben ein anschauliches Bild über die aufkommende Emanzipation im damaligen Deutschland. Doch Louise Otto-Peters riskierte viel, denn sie wurde schnell Opfer der politischen Verfolgung, da die Revolution sieglos blieb.

Die Kredit- und Finanzkrise in der DDR – Schwerpunkt: Die 80er Jahre

Anfang der 70er Jahre herrschte in der DDR eine latente Unzufriedenheit vor allem angesichts des mangelnden Lebensstandards im Vergleich zur Bundesrepublik. Die alleinige Legitimation der DDR und ihrer Führung durch die SED durch ihre proklamierte, revolutionär-antifaschistische Geschichte reichte weniger denn je. Mit der verbesserten sozialen Versorgung durch die „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ wollte Erich Honecker der Unzufriedenheit beikommen. Eine folgenschwere Entscheidung, die die DDR letztendlich in die Zahlungsunfähigkeit treiben sollte.