Neueste Beiträge und ausgewählte Artikel

Die Anfänge der Demokratie – Die Begründung der attischen Demokratie

Ausgewählter Beitrag: Solon und Kleisthenes gelten als die Urväter der Demokratie. Mit ihren Reformen ermöglichten die griechischen Politiker im 6. Jahrhundert v. Chr. erstmals in der Geschichte eine Mitbestimmung des Volkes am politischen Geschehen in Athen. Bekannt ist diese erste Form der Volksherrschaft als die attische Demokratie. Welche Institutionen gab es, wer durfte sich auf welche Weise beteiligen, welche demokratischen Praktiken wurden durchgeführt und wie demokratisch war die attische Demokratie? Lesen Sie die Antworten auf diese Fragen im neuesten Beitrag!

Römische Wagenrennen und ihre größten Fans – Kaiser Nero und Caligula

Ausgewählter Beitrag: Rot, Weiß, Grün, Blau: Im römischen Circus Maximus stehen vier Rennställe in Konkurrenz, gekennzeichnet in den Farben der Jahreszeiten. Unter den als grausam und wahnsinnig geltenden Kaisern Caligula und Nero steigt der riskante Pferdesport zu einer der bedeutendsten Disziplinen römischer Spiele auf. Denn die beiden Machthaber sind begeisterte Fans der Wagenrennen – und machen aus dieser für Adelige unziemlichen Leidenschaft keinen Hehl. Mehr noch: Sie ergreifen öffentlich Partei für ihre Lieblinge, die Grünen.

Oral History – Der wissenschaftliche Umgang mit Erinnern und Vergessen

Ausgewählter Beitrag: Neuer geschichtstheoretischer Beitrag: “Oral History” eine (zunächst) eher subjektive Methode der Wissensgewinnung. Im Gegensatz zur bisherigen historischen Erkenntnisgewinnung durch Auswertung „harter Fakten” gewinnt Oral History seine Erkenntnisse aus Zeitzeugen-Befragungen. Im Zuge des „Historikerstreits” um die „richtige” Historisierung des Holocaust erlangte Oral History in den 1980er Jahren besondere Aufmerksamkeit. Lesen Sie im ersten Teil mehr über die Grundlagen und die Entstehungsgeschichte von Oral History.

Geschichte der Kuba-Krise – Als die Welt am atomaren Abgrund stand

Ausgewählter Beitrag: Die Geschichte der Kuba Krise, der eindeutige Höhepunkt des Kalten Kriegs: Im auch als „karibische Krise“ bezeichneten Konflikt steigerte sich die Auseinandersetzung der Supermächte auf eine neue Stufe. Die Gefahr einer militärischen Konfrontation war 1962 größer als jemals zuvor und jemals danach. Sogar das Risiko eines Atomkriegs bestand und wurde zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit bewusst. Lesen Sie eine ausführliche Schilderung der Ereignisgeschichte mitsamt Analyse der Vorgeschichte, Lösung und Folgen der Krise.

Die These der totalen Selbstaufgabe – Gab es 1945 in Deutschland eine Stunde Null?

Ausgewählter Beitrag: Die These der „Stunde Null“ ist vor allem in der frühen Ära Adenauer viel diskutiert worden. Befürworter argumentieren, dass nach 1945 die totale Selbstaufgabe aller althergebrachten deutschen Werte statt gefunden habe. Bis heute wird eine mögliche “Stunde Null” kontrovers behandelt: Aber verlor Deutschland wirklich jegliche Selbstbestimmung unter der alliierten Militärbesatzung? “Verfielen alle deutschen Werte” nach der totalen Niederlage Nazi-Deutschlands, als die Wehrmacht bedingungslos kapituliert hatte?

Matthias Erzberger: Leben und politisches Wirken mit Dolchstoßlegende

Der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger lebte und wirkte in den letzten Jahren des deutschen Kaiserreichs und in den ersten Jahren der Weimarer Republik. Als Reichsfinanzminister und Verfechter einer gerechten Sozialpolitik lenkte er das deutsche Finanzsystem in eine soziale Richtung. Als leidenschaftlicher Demokrat setzte er sich für die junge Weimarer Republik ein und engagierte sich für einen Verständigungsfrieden im ersten Weltkrieg, nachdem er seine einstige Kriegsbegeisterung als Irrtum erkannt hatte und bewies damit Sinn für zielgerichtete Realpolitik.

Internet, TV, Zeitschriften & Radio – Beste Möglichkeiten, Geschichte zu lernen

Viele Menschen interessieren sich für Geschichte. Klassische Medien, wie Radio, Zeitschriften und TV bieten deswegen seit längerer Zeit vielfältige Angebote der Geschichts-Vermittlung. Heute entstehen auch im Internet viele neue Geschichtsportale. In diesem Beitrag gibt Geschichte-Lernen.net einen Überblick über die sich weiter diversifizierende Landschaft der Geschichts-Vermittlung und stellt die besten Möglichkeiten (für Laien) vor, Geschichte zu lernen. Dabei werden Internetportale, Fernsehen, Radio, Zeitschriften und Vereine behandelt.

Die Anfänge des Arbeiter-Urlaubs im Deutschen Kaiserreich – Ein Überblick

Bestrebungen, Arbeitern Urlaub zu ermöglichen, existierten im Deutschen Kaiserreich seit Mitte der 1880er Jahre. Anfangs waren diese Forderungen allerdings nicht von der Arbeiterbewegung ausgegangen, sondern vom linksliberalen Bürgertum. In ausgewählten Betrieben kam so erstmals auch “der kleine Mann” in den Genuss von Erholungsurlaub. Als ab 1900 der Arbeiterurlaub in einigen Branchen tarifvertragliche Normalität wurde, entwickelten sich verschiedenen Frühformen des Arbeiterurlaubs wie Individualreisen oder Wander- und Vereinsfahrten.

Geliebtes „Teufelszeug“ – Die Anfänge des Kinos & des Films im Deutschen Kaiserreich

Schon bald nach der Erfindung des Films 1872 strömten viele Zuschauer in die Kinos. Der Gang in die “Filmvorführanstalten” wurde im Deutschen Kaiserreich schnell zum gesellschaftlichen Massenphänomen – genauso wie im Rest Europas. Um die Wende zum 20. Jahrhundert war der Film eines wichtigsten Unterhaltungsmedium geworden, da besonders gut an das beschleunigte Leben der Modernen angepasst. Am Erfolg des Kinos änderte auch der Umstand nichts, dass die konservative Kulturkritik das Kino als “Teufelszeug” und “geistige Volksvergiftung” brandmarkte.

Der Touristenverein der Naturfreunde in der Weimarer Republik

Der Touristenverein der Naturfreunde (TVDN) wurde 1895 in Wien gegründet und avancierte in der Weimarer Republik zu einer der bedeutendsten sozialistischen Arbeiter-Kulturorganisationen. Mit seinen kostengünstigen Wanderaktivitäten ermöglichte der Verein, erstmals vielen Arbeitern, eine echte Urlaubsfahrt zu erleben. In der Weimarer Republik wuchsen die Mitgliederzahlen stark an und bis 1928 waren fast 200.000 Arbeiter organisiert. Auch das Spektrum der touristischen Aktivitäten erlebten in der ersten deutschen Republik seine größte Ausdehnung.

Gaius Julius Caesar – Lebens­geschichte des römischen Feldherren & Diktators

Titel wie Kaiser und Zar, die in den Jahrhunderten der großen Monarchien mächtige Herrscher trugen, lassen sich zurückführen auf einen Namen: Auf Gaius Julius Ceasar, der tragischen Figur der späten römischen Republik, der sich im gallischen Krieg als hervorragender Feldherr auszeichnete, einen Bürgerkrieg in Rom provozierte, schließlich die Republik durch eine Diktatur mit ihm an der Spitze ersetzte und letztendlich von aufgebrachten Republikbefürwortern erdolcht wurde – die „Iden des März“ sind seitdem ein feststehender Begriff für nahendes Unheil.

Die Lebensreformbewegung und ihre gesellschaftlich-kulturellen Hintergründe

Die Jahrhundertwende um 1900 in Deutschland: Der bahnbrechende technische Fortschritt dieser Zeit bedeutete für das Alltagsleben große Erleichterungen. Bisher tödliche Krankheiten konnten geheilt werden und die Wirtschaft florierte. Andererseits lösten sich traditionelle Weltbilder auf, was für viele Menschen den Wegfall geistiger Sicherheit bedeutete. Ein breites Spektrum an Gegen-Bewegungen entstand. Unter anderem die Lebensreform-Bewegung, die den “Schattenseiten der Moderne” eine ganzheitliche Reform des Lebensstils entgegensetzte.

Die sozialdemokratische Arbeiterkulturbewegung und der „Neue Mensch“

Die Wurzeln der sozialistischen Arbeiter-Kulturbewegung reichen bis in die Zeit vor den Sozialistengesetzen (1878 – 1890) zurück, als „Arbeiterbildungsvereine“ vor allem durch das Bürgertum und die Kirche gegründet wurden. Nach dem Fall des Gesetzes konnten sich Kulturorganisationen des sozial-demokratischen Milieus freier entfalten. In der Weimarer Republik blühte die Bewegung auch zahlenmäßig auf. Als durch die beabsichtigte Schaffung des “Neuen Menschens” der Sozialismus vorbereiten sollte, kam zum kulturellen ein politisches Ziel hinzu.