Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Ära Adenauer

Nach dem Krieg stellten die Alliierten und allen voran die amerikanische Besatzungsbehörde im Zuge ihrer sog. „Denazifizierungspolitik“ zunächst hohe Ansprüche an die „Säuberung“ aller gesellschaftlichen Bereiche von Einflüssen des Nationalsozialismus. Angesichts des Ost-West Konflikts weichten diese Bemühungen allerdings bald auf. Im Zuge der sog. „Integrationspolitik“ der frühen 1950er Jahre wurden dann sogar hochgradig Belastete wieder eingegliedert. Ein Beispiel ist der frühere Referent der Wehrmacht, dann Vertriebenenminister, Theodor Oberländer.

Der Kalte Krieg – Ursachen, Definition und Hintergründe einer Epoche

Der Begriff des „Kalten Kriegs“ geht bereits auf das Jahr 1947 zurück. Bis heute aber ist die Frage unter Historikern umstritten, ob er eigenständig stehen gelassen werden kann. Die Meisten verwenden den Begriff, um die außerordentliche Spannungsphase zwischen 1949 und 1990 zu charakterisieren, als die Auseinandersetzungen zwischen Ost und West eine spezifische Qualität erreichten. Lesen Sie mehr über Hintergründe, geschichtliche Erklärungsansätze und wie der Kalte Krieg im Verhältnis zum schon viel länger dauernden Ost-West-Konflikt zu sehen ist.

Frauenjournalismus: Anfänge im 18. Jahrhundert und politischer Journalismus im 19. Jahrhundert

Schreibende Frauen sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon immer gab es gebildete Frauen, die Schriften verfassten. Doch war ihre Zahl überschaubar. Auch Journalistisch tätig waren sie lange Zeit nicht. Nicht nur, weil den meisten die Bildung fehlte. Ein weiterer Grund lag darin, dass es nach Ansicht des – noch immer männerdominierten, gesellschaftlichen Meinungsbilds – nicht zur natürlichen Aufgabe der Frau gehörte, außerhalb des Hauses zu arbeiten. Im Zuge der verbesserten Frauenbildung entwickelte sich im 18. Jahrhundert der Frauenjournalismus heraus.

Louise Otto-Peters – Die Biografie einer bedeutenden Frauenrechtlerin

Louise Otto-Peters war eine deutsche Journalistin und Frauenrechtlerin des 19. Jhr. Bis dato ist sie der breiten Masse kaum bekannt und Forschungen über sie stehen noch am Anfang. Zu ihrer Zeit jedoch war sie über Deutschland hinaus als Herausgeberin der “Frauen-Zeitung” und Frauenrechtlerin berühmt. Louise Otto Peters betätigte sich auch in den politischen Wirren der Revolution 1848/49. Sie beschäftigte sich mit der problembehafteten Situation der Arbeiter/-innen, wobei ihr besonders die sozialen Stellung der Frau am Herzen lag.

Sächsische Vaterlandsblätter: Die Anfänge Louise Otto-Peters als Frauen-Journalistin

Der erste bekannte journalistische Beitrag Louise Otto-Peters wurde 1843 in „Unser Planet“ veröffentlicht. Im Artikel „Zur Frauenemancipation“ berichtet sie über Universitätsvorlesungen zur sozialen Stellung der Frau. Hier schrieb sie noch unter ihrem Pseudonym Otto Stern. Kurze Zeit später verfasste sie ihre bekannten Antworten in den „Sächsischen Vaterlandsblättern“ von Robert Blum. Diese Debatte – stets unterzeichnet mit mit ihrem vollen Namen – markierten den Beginn der journalistischen Karriere einer bedeutenden Frauenrechtlerin.

Die These der totalen Selbstaufgabe – Gab es 1945 in Deutschland eine Stunde Null?

Die These der „Stunde Null“ ist vor allem in der frühen Ära Adenauer viel diskutiert worden. Die Befürworter der Theorie argumentieren, dass nach 1945 die totale Selbstaufgabe aller althergebrachten deutschen Werte statt gefunden habe. Bis heute wird eine mögliche „Stunde Null“ kontrovers behandelt: Aber verlor Deutschland wirklich jegliche Selbstbestimmung unter der alliierten Militärbesatzung? „Verfielen alle deutschen Werte“ nach der totalen Niederlage Nazi-Deutschlands, als die Wehrmacht bedingungslos kapituliert hatte?