Die NSDAP-Gauleiter als „Führer der Provinz“

Die „eigentliche Frontarbeit der Partei liegt in den Gauen. Er hasse die Gleichheit; jeder Gau solle – je nach der Persönlichkeit seines Führers und den besonderen Problemen der Bevölkerung – ein eigenes Gesicht haben.“ So erinnerte sich der Gauleiter Rudolf Jordan an ein Gespräch mit seinem „Führer“ Adolf Hitler über den Aufgabenbereich seiner Gauleiter.

Und in der Tat hat die Forschung die Individualität und Heterogenität der Gauleiter und Gaue nachweisen können. Hitler stellte aber nicht nur Anforderungen an seine „Führer der Provinz“ – er gab ihnen auch die Möglichkeit zur Aufgabenerfüllung an die Hand. Die Machtfülle der Gauleiter ist deshalb ein zentrales Merkmal des Nationalsozialismus. Nur wer die Gauleiter ins Große Ganze einordnen kann, ist auch in der Lage, das Funktionieren des Nationalsozialismus zu verstehen.

Fritz Bauer – die Biografie eines aufrechten Deutschen

Auschwitz ist heute ein Symbol für den Holocaust, den Massenmord an Millionen Europäischer Juden sowie verschiedenen Minderheiten geworden. Dass Auschwitz heute so bekannt und der Holocaust tief im Bewusstsein der Menschen verankert ist, verdankt die Welt zu einem beachtlichen Teil dem Juristen Fritz Bauer. Er setzte sich stark für die juristische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen ein, sorgte dafür, dass das Landgericht Frankfurt am Main die Zuständigkeit für die im Konzentrationslager Auschwitz begangenen Verbrechen erhielt und war als hessischer Generalstaatsanwalt an den berühmten Auschwitz-Prozessen unmittelbar beteiligt. Doch wer war der Mensch Fritz Bauer? Was trieb ihn an in seinen unermüdlichen Bestrebungen? Und was hielt die zeitgenössische Justiz von dem Engagement des Generalstaatsanwalts? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich unser neuster Beitrag auf geschichte-lernen.net.

High Hitler! Der Totale Rausch? Drogen im Nationalsozialismus

Hausfrauen futterten Methamphetamin in Form von Pralinen, um bei der Hausarbeit bei Laune zu bleiben, Fabrikarbeiter arbeiteten auf „Speed“ emsiger und fröhlicher, die Soldaten der Westfront marschierten durch Tabletteneinnahme schneller und scheinbar unermüdlich und auch Hitler kam zuletzt ohne aufputschende Drogen überhaupt nicht mehr aus – laut Norman Ohler war die Grundlage all dessen ein vermeintliches Wundermittel namens „Pervitin“. Der ganze „Volkskörper“ auf Drogen und „der Führer“ ein hoffnungsloser Junkie? Dieses Bild zeichnet zumindest der Journalist und Schriftsteller Norman Ohler in seiner Monographie „Der totale Rausch.“