Journalismus

Der Frauenjournalismus – Teil 1: Schreibende Frauen im 18. Jahrhundert

Schreibende Frauen sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon immer gab es gebildete Frauen, die Schriften verfassten. Doch war ihre Zahl überschaubar. Auch Journalistisch tätig waren sie lange Zeit nicht. Nicht nur, weil den meisten die Bildung fehlte. Ein weiterer Grund lag darin, dass es nach Ansicht des – noch immer männerdominierten, gesellschaftlichen Meinungsbilds – nicht zur natürlichen Aufgabe der Frau gehörte, außerhalb des Hauses zu arbeiten. Im Zuge der verbesserten Frauenbildung entwickelte sich im 18. Jahrhundert der Frauenjournalismus heraus.

Die Anfänge Louise Otto-Peters als Frauen-Journalistin im 19. Jahrhundert

Der erste bekannte journalistische Beitrag Louise Otto-Peters wurde 1843 in „Unser Planet“ veröffentlicht. Im Artikel „Zur Frauenemancipation“ berichtet sie über Universitätsvorlesungen zur sozialen Stellung der Frau. Hier schrieb sie noch unter ihrem Pseudonym Otto Stern. Kurze Zeit später verfasste sie ihre bekannten Antworten in den „Sächsischen Vaterlandsblättern“ von Robert Blum. Diese Debatte – stets unterzeichnet mit mit ihrem vollen Namen – markierten den Beginn der journalistischen Karriere einer bedeutenden Frauenrechtlerin.