Stefanie Brunold-Knop (M. A.)

Emanzipation im 19. Jahrhundert – Louise Otto-Peters und ihre „Frauen-Zeitung“

Die “Frauen-Zeitung”, redigiert von Louise Otto-Peters, erschien erstmals am 21. April 1849. Durch sie erhielten Frauen in den deutschen Staaten ein Sprachrohr für ihre politischen und privaten Forderungen, Wünsche und Sehnsüchte. Otto-Peters konnte sich über eine rege Anteilnahme freuen. Viele Leserbriefe und Beiträge wurden ihr zugesandt und geben ein anschauliches Bild über die aufkommende Emanzipation im damaligen Deutschland. Doch Louise Otto-Peters riskierte viel, denn sie wurde schnell Opfer der politischen Verfolgung, da die Revolution sieglos blieb.

Frauenjournalismus, Teil 2 – Politischer Frauenjournalismus im 19. Jahrhundert

Den Ruf nach Meinungs- und Pressefreiheit gab es bereits in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts. Doch bis 1848, als die Karlsbader Beschlüsse von 1819 aufgehoben wurden, blieben diese Forderungen unerfüllt und damit schriftstellerisch und journalistisch tätige Frauen in der Minderheit. Durch die Pariser Revolution 1830 gelangten deren Ideale zunehmend nach Deutschland und erreichten auch die Frauen. Im Zuge des Vormärzes und der sich ausbreitenden liberalen Opposition gegen Zensur traten auch die Frauen immer mehr in die Öffentlichkeit.

Der Frauenjournalismus – Teil 1: Schreibende Frauen im 18. Jahrhundert

Schreibende Frauen sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon immer gab es gebildete Frauen, die Schriften verfassten. Doch war ihre Zahl überschaubar. Auch Journalistisch tätig waren sie lange Zeit nicht. Nicht nur, weil den meisten die Bildung fehlte. Ein weiterer Grund lag darin, dass es nach Ansicht des – noch immer männerdominierten, gesellschaftlichen Meinungsbilds – nicht zur natürlichen Aufgabe der Frau gehörte, außerhalb des Hauses zu arbeiten. Im Zuge der verbesserten Frauenbildung entwickelte sich im 18. Jahrhundert der Frauenjournalismus heraus.

Louise Otto-Peters – Die Biografie einer bedeutenden Frauenrechtlerin

Louise Otto-Peters war eine deutsche Journalistin und Frauenrechtlerin des 19. Jhr. Bis dato ist sie der breiten Masse kaum bekannt und Forschungen über sie stehen noch am Anfang. Zu ihrer Zeit jedoch war sie über Deutschland hinaus als Herausgeberin der “Frauen-Zeitung” und Frauenrechtlerin berühmt. Louise Otto Peters betätigte sich auch in den politischen Wirren der Revolution 1848/49. Sie beschäftigte sich mit der problembehafteten Situation der Arbeiter/-innen, wobei ihr besonders die sozialen Stellung der Frau am Herzen lag.

Die Anfänge Louise Otto-Peters als Frauen-Journalistin im 19. Jahrhundert

Der erste bekannte journalistische Beitrag Louise Otto-Peters wurde 1843 in „Unser Planet“ veröffentlicht. Im Artikel „Zur Frauenemancipation“ berichtet sie über Universitätsvorlesungen zur sozialen Stellung der Frau. Hier schrieb sie noch unter ihrem Pseudonym Otto Stern. Kurze Zeit später verfasste sie ihre bekannten Antworten in den „Sächsischen Vaterlandsblättern“ von Robert Blum. Diese Debatte – stets unterzeichnet mit mit ihrem vollen Namen – markierten den Beginn der journalistischen Karriere einer bedeutenden Frauenrechtlerin.